PoleCast Folge #03 Interview mit Jenny von Polelicious

#03 Interview mit Jenny von Polelicious

Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge vom PoleCast. Ich bin heute zu Besuch in diesem Pole Dance Studio, in welchem ich vor rund 7 Jahren mit Pole Dance angefangen habe. Und zwar bin ich in Winterthur bei Polelicious. Und ich darf neben mir meine erste Interviewpartnerin Jenny Leone, Inhaberin von Polelicious, begrüssen.

Jenny: Hallo Daniela, hallo miteinander!

Daniela: Wie bist du zum Pole Dance gekommen?

Jenny: Das ist eine ganz spezielle Geschichte. Ich hatte mal einen Gutschein bekommen um Pole Dance auszuprobieren. Da ich vom Tanzen komme und Bühnentänzerin bin habe ich immer gedacht: Oh, Pole Dance… ich weiss gar nicht ob ich das will. Und so ist der Gutschein dann ein Jahr lang bei mir herumgelegen bis ich dazu kam eine Probelektion zu besuchen. Wie viele andere auch, hatte ich gedacht Pole Dance ist nur sich ein bisschen erotisch an einer Stange zu bewegen. Und aus diesem Grund wollte ich eigentlich nicht gehen. Aber ich dachte mir, das kannst du dieser Person, die dir den Gutschein geschenkt hat, auch nicht antun und gehe mal lieber schauen bevor der Gutschein abläuft. So habe ich dann die Probelektion und ich musste mich belehren lassen, dass dies doch eine wunderbare Sportart ist und ich bin daran hängen geblieben.

Daniela: Ah cool. Und in welchem Pole Dance Studio warst du?

Jenny: Bei Polelicoius 😃

Daniela: Ah so toll! Ja so geht’s vielen. Entweder packt es dich voll oder du sagst nein, dass ist gar nicht mein Ding.

Jenny: Vorallem war es so in meinem Hinterkopf, wie es bei vielen heute leider noch so ist. Das es nicht das ist, wo es wirklich ist. Und mich hat es begeistert, weil es effektiv Tanzen, Akktobatik und Sport in einem ist.

Daniela: Was ist das, was du am meisten liebst am Pole Dance?

Jenny: Pole Dance ist so breitfächrig, weil es vereint Kraft und Eleganz. Du kannst jeden Tanzstil hineinbringen. Es ist ein super Training, das Beste, dass ich bis jetzt gemacht habe. Es trainiert von Kopf bis Fuss und auch rythmisch kannst du dich ausleben, mit jeder Musik und jedem Stil.

Daniela: Ja, das sehe ich auch so. Und das schöne ist, du kannst es auf deine Art und weise machen. Einer macht es vielleicht lieber akrobatisch, jemand anderes lieber mehr tänzerisch. Du kannst das herausholen, was für dich stimmig ist.

Jenny: Genau. Oder kannst es auch mal so oder mal so machen.

Daniela: Ich glaube es gibt kaum eine Sportart, die man in so unterschiedlichen Richtungen ausführen kann. Hast du ein Lieblingstrick?

Jenny: Ich mache gerne den Jade. Ich weiss zwar nicht wieso… Aber ja, er tut auch weh, aber das gehört dazu. Und es ist immer wieder eine Challenge: komme ich heute schön rein, schaffe ich heute schön den Spagat?

Daniela: Ja, wenn man den Spagat kann, ist das sicher ein interessanter Trick…

Jenny: Wenn man den Spagat kann, heisst das noch lange nicht, dass er dann auch kopfüber funktioniert.

Daniela: Stimmt, genau!

Jenny: Darum die Challenge…

Daniela: Du hast einen tänzerischen Hintergrund. Was hast du bereits für tänzerische Erfahrungen?

Jenny: Ich habe eine Tanzausbildung gemacht und ich bin auch Tanzpädagogin. Ich war auch Bühnentänzerin und habe auch viele Jahre Jazzdance und Ballett unterrichtet. Und zum Schluss bin ich dann zum Pole Dance gekommen.

Daniela: Unterrichtest du noch in den anderen Tanzrichtungen?

Jenny: Ich unterrichte im Moment noch pro Woche je eine Lektion Kindertanzen und Ballett für Erwachsene.

Daniela. Hast du auch schon an einem Wettkampf teilgenommen?

Jenny: Nicht im Bereich Pole Dance.

Daniela: Aber sonst schon?

Jenny: Ja, genau.

Daniela: Würde dich das reizen oder eher nicht?

Jenny: Nicht mehr in meinem Alter. Ich habe mein Metier im Unterrichten gefunden und im Fordern von Schüler.

Daniela: Bist du eher der Beweglichkeitsmensch oder eher der Krafttyp?

Jenny: Ich hätte mich eher in den Krafttyp reingedrückt. Beweglichkeit fehlt mir natürlich nicht, durch meine tänzerische Vorgeschichte. Durchs Pole habe ich extrem Kraft gewonnen und es ist schon meine Stärke.

Daniela: Wie oft trainierst du, wenn du nicht gerade unterrichtest?

Jenny: Im Moment kann ich leider für mich nicht trainieren. Das ist schade. Mache mehr Workshops, wenn es sich gerade ergibt oder auch ein Trainertraining. Leider nicht regelmässig.

Daniela: Wie oft unterrichtest du?

Jenny: Ich unterrichte mindestens 3 mal fix pro Woche. Und dann je nach dem noch Workshops, welche wir noch haben. Freitagabend ist jeweils unser Workshopabend.

Daniela: Wie bist du zu Polelicious gekommen? Du warst ja nicht seit Beginn an dabei.

Jenny: Du meinst jetzt bezogen auf die Arbeit? Weil ich war ja schon als Schülerin dabei.

Daniela: Genau!

Jenny: Ich habe sozusagen als Schülerin angefangen. Die damalige Inhaberin von Polelicious hat mich dann angefragt ob ich gerne Stunden übernehmen würde. Ich hatte dazumals schon Style your Move unterrichtet. Das ist ein Kurs um das tänzerische mehr ins Pole zu bringen. Durch mein Hintergrund hatte sich dies super ergeben.

Daniela: Was macht Polelicious einzigartig?

Jenny: Ganz viel! Kathy und ich leiten diese Studio und wir sind mit Herzblut dabei. Wir lieben dieses Studio und geben alles darein. Speziell ist bei und dass wir 90 Minuten Lektionen haben. Wir legen sehr viel Wert auf ein gutes Warm-Up. Wir geben 30 Minuten Warm-up. Nicht nur dass man warm ist und die Verletzungsgefahr kleiner ist, sondern auch zum Kraftaufbau und als Flexibilitätstraining. Und dann sind wir noch eine Stunde an der Stange. Das macht uns sicher aus. Wir haben den nötigen Fachhintergrund durch unsere Bewegungsschule, die wir gemacht haben, sowie Anatomiekenntnisse und können für jeden so den passenden Unterricht bieten.

Daniela: Eine Teil meiner nächsten Frage hast du bereits beantwortet. Auf was legt ihr im Unterricht wert? Aus das Warm-up habe ich bereits gehört…

Jenny: Ja genau auf das Warm-up und auch auf die Ausführung der Tricks. Und vor allem auch darauf, dass sich die Leute nicht verletzen, als das man fachgerecht unterrichtet. Das wir auch gute Trainer haben.

Daniela: Wie viele Trainer seid ihr bei Polelicious?

Jenny: Mit mit und Kathy sind wir insgesamt 6 Personen, die unterrichten.

Daniela: Und ihr habt alle einen fixen Kurs? Oder zum Teil auch Aushilfe?

Jenny: Eine davon ist eine Aushilfe im Moment.

Daniela: Wie viele Kurse und Schüler habt ihr?

Jenny: Wir haben jeden Abend ab 18.00 Kurse bis um 22.00 Uhr und der Freitagabend ist unser Workshopabend. Wir haben auch noch Morgenlektionen… Die genaue Anzahl kann ich dir nicht mal genau sagen, auch nicht von den Schülern. Wir haben jedenfalls gut gefüllte Klassen.

Daniela: In demfall ist immer etwas los bei euch…

Jenny: Genau. Auch mit den Stretchingstunden, die wir auch noch geben…

Daniela: Was habt ihr sonst noch für Kursangebote ausser Pole Dance und Stretching?

Jenny: ganz spezielle Sachen, die man nicht überall findet, wie Chair Dance, Burlesque, Lap Dance, Showdance…

Daniela: Hast du noch was, dass du gerne meinen Podcasthörern erzählen möchtest?

Jenny: Ganz spontan würde ich gerade mal diese Leute ansprechen, die sich schon lange mal überlegt haben Pole Dance zum machen und sich vielleicht nie getraut haben. Ich höre immer wieder, da muss man doch so viel Kraft haben. Aber es ist so dass diese Kraft mit der Zeit kommt. Das baut man alles auf. Man fängt auch mit Anfängerkursen an, ganz sachte und langsam. Und ein guter Unterricht bring wahnsinnig viel. Es ist auch keine Altersfrage. Viele haben auch das Gefühl, sie seien zu alt. Das stimmt aber überhaupt nicht. Oder dann höre ich oft auch, sie seien doch gar nicht so schlank, aber auch das ist auch kein Thema. Man hat lieber ein bisschen mehr an den Beinen, weil dann hält man auch besser an der Stange. Und es ist wirklich für jede Frau geeignet. Ich habe sogar Leute welche Rückenprobleme hatten und sogar mit Bandscheibenvorfall und allem und so gut ihren Rücken stärken konnten. Also einfach mal ausprobieren. Wenigstens in einer Probelektion und dann weiss man’s ob es einem gefällt.

Daniela: Genau. Und nicht gleich von Beginn an denken: „Das kann ich nicht!“. Weil dann funktioniert es auch nicht!

Jenny: Genau.

Daniela: Gut. Ja dann sind wir am Schluss unseres Interviews angelangt. Danke dir vielmals!

Jenny: Danke dir Daniela!

Daniela: Und euch lieben Zuhörer (oder Leser ;)) danke vielmals für’s zuhören (oder lesen) und bis zum nächsten Mal!

Jenny & Daniela: Tschüss!

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